Idee Details

Die Beteiligungsaktion ist beendet

Hinweis

Neue Kommentare werden nicht mehr berücksichtigt.

Friedrichsgmünd zukunftsfähig gestalten

4 Maßnahmen: Immissionsschutz und Grüne Infrastrukturen
Natur, Klima, Energie
Natur, Klima, Energie
Öffentlicher Raum und Aufenthaltsqualität
Öffentlicher Raum und Aufenthaltsqualität
Sonstiges
Sonstiges
Verkehr und Mobilität
Verkehr und Mobilität
Wohnen, Soziales und Miteinander
Wohnen, Soziales und Miteinander
Friedrichsgmünd

1. Friedrichsgmünd zukunftsfähig gestalten, Wohn- und Lebensqualität wiederherstellen: Immissionsschutz vor nachträglich angesiedeltem Gewerbe und nachträglich gebauter Straße

An die vorhandene Wohnbebauung im Bereich der Pleinfelder Str. wurden nachträglich ohne Abstand Gewerbe- und Industriebetriebe angesiedelt, die sehr emissionsstark sind und das Wohnen und Leben der erstansässigen Anwohner wesentlich stören und beeinträchtigen. Die Anwohner sind hohen und dauerhaft anhaltenden Immissionen ausgesetzt: Lärm, explosionsartiges Knallen, Schlagen, Scheppern, Hämmern, andauerndes Brummen, Hupen, Alarmsignale, Motoren von Fahrzeugen und Anlagen, Bodenvibrationen, tieffrequente Töne und pulsierende Geräusche, Blenden von grellen Strahlern, Lichtverschmutzung, Staub und Feinstaub, Qualm, Rauch, Abgase, starke Gerüche und Gestank, Nachtarbeit, Wochenend-, Sonn- und Feiertagsarbeit, optische Unzumutbarkeiten u.v.m.. Diese Immissionen gehen von den nachträglich angesiedelten Gewerbe- und Industriebetrieben aus.

Durch den nachträglichen Bau der Bahnhofstraße kam zusätzlich ein stetig steigender Verkehrslärm hinzu, der die ursprünglich ruhige, ins Grün gewandte Gartenseite der erstansässigen Anwohner verlärmt.

Es wurden keine wirksamen Immissionsschutzmaßnahmen ergriffen oder umgesetzt. Durch die nachträgliche Ansiedlung der emissionsstarken Gewerbe- und Industriebetriebe und den nachträglichen Bau der Bahnhofstraße wurde für die erstansässigen Anwohner eine schwerwiegende und die Gesundheit belastende Konfliktsituation geschaffen. Diese Konfliktsituation muss dringend aufgelöst werden.

Für die Anwohner muss eine soziale, ökologische und qualitative Aufwertung der Wohn- und Lebensbedingungen durch eine konsequente räumliche Trennung von Gewerbe und Wohnen stattfinden. Entlang der Bahnlinie im Bereich der Pleinfelder Str. bestand ehemals eine breite, teils bewaldete grüne Infrastruktur, die als Immissionsschutz vor der Bahn fungierte. Diese grüne Lärmschutzstruktur wurde gerodet, mit emissionsstarken Gewerbe- und Industriebetrieben und der stark befahrenen Bahnhofstraße überbaut und vollversiegelt. Dadurch ist die Wohnlage entlang der Pleinfelder Str. nachträglich durch Immissionen stark belastet, entwertet und in ihrer für die Anwohner Lebensqualität erhaltenden Entwicklung stark benachteiligt. Der Ortsteil Friedrichsgmünd muss sozial-ökologisch gleichgerecht zu den anderen Ortsbereichen (z. B. Birkenwäldchen, Am Berg) behandelt und entwickelt werden: Für die Anwohner der Pleinfelder Straße sind großflächige und wirksame grüne Immissionsschutz- und Pufferzonen zur Verkehrsinfrastruktur Bahnhofstraße und Bahn wieder herzustellen sowie zwischen Wohnen und Gewerbe einzurichten: in Form eines hohen, mit dichten Gehölzen begrünten Lärmschutzwalls, mit Hecken, Streuobstwiesen u. ä..

Die ursprüngliche teils bewaldete grüne Infrastruktur zwischen Wohnbebauung und Bahnlinie ist vollständig wiederherzustellen.

2. Ortsbild verschönern, Kriminalprävention betreiben und Sicherheit wiederherstellen: Ästhetische Gestaltung der Bahnhofstraße und Pleinfelder Str.

Friedrichsgmünd wird im Bereich der Bahnhofstraße sowie der Pleinfelder Straße hinsichtlich der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Anwohner gegenüber anderen Ortsteilen von Georgensgmünd benachteiligt. Das Ortsbild ist vom Bahnhof bis zu den Einkaufsmärkten im Süden ein langer, bedrückender Industrie-Trakt. Der Straßenzug weist technoformes, vollversiegeltes und zubetoniertes Gelände und optisch abstoßende Gebäude- und Hallenkomplexe mit Müllcontainern, industriellen Lagerplätzen, LKWs, Betonwänden etc. auf. Eine „schlüpfrige“ Bahnunterführung (umgangssprachlich „Parfümgässchen“ genannt wegen des dort vorhandenen Uringeruchs) ist dort ebenfalls untergebracht. Eine Ghettobildung und Entwicklung zum Problemviertel aufgrund der geschaffenen unattraktiven Umgegend deutet sich bereits anhand sozialen Brennpunktgeschehens an, hierzu einige Beispiele: Vandalismus gegenüber privaten Anwesen und im öffentlichen Raum, Eindringen von fremden und unbefugten Personen auf private Grundstücke, Urinieren im öffentlichen Raum auf Gehwegen sowie auf privatem Grund in Garageneinfahrten und an Gartenzäunen, Wegwerfen von Müll (Bäckertüten, Pizzaschachteln, To-Go-Becher, Verpackungen etc.) in private Gärten und auf Gehwegen im öffentlichen Raum. Ziel muss eine siedlungsbauliche Kriminalprävention sein: Kriminalität reduzieren, Sicherheitsgefühl von Bewohnern und Nutzern erhöhen, Tatgelegenheitsstrukturen vermeiden. Es ist dringend notwendig, auf die baulichen, räumlichen, infrastrukturellen und sozialen Gestaltungselemente der Wohnqualität in diesem Ortsbereich intensiveren und positiveren Einfluss zu nehmen. Die Straßenzüge der Bahnhofstraße und der Pleinfelder Str. sind daher mit umfangreicher, durchgehender grüner Infrastruktur und einer einladend ästhetischen dörflich geprägten Orts- und Gebäudestruktur neu zu gestalten und wieder einer positiven Aufenthaltsqualität zuzuführen.

3. Zukunftsfähige Ortsgestaltung: Klimaresilienz für Friedrichsgmünd

Der Ortsteil Friedrichsgmünd ist im Bereich der Pleinfelder Straße und Bahnhofstraße nahezu vollständig versiegelt. Das überdimensionierte versiegelte Gewerbegebiet stellt einen immensen Flächenverbrauch dar. Gewerbe verbrauchen lebenswichtige Ressourcen, wie z. B. Wasser. Die Grundbedürfnisse nach Ruhe und Erholung für die Anwohner sind nicht mehr gegeben. Folgen sind starke Immissionen, Überhitzung, Wassermangel, Lichtverschmutzung, Umweltverschmutzung, ästhetische Unzumutbarkeiten im Dorf- und Landschaftsbild u.v.m.. Ausgleichsflächen im von Immissionen betroffenen Gebiet der Pleinfelder Str. und Bahnhofstraße fehlen. Die derzeitige Situation stellt keine zukunftsfähige Ortsgestaltung dar. Schutz und nachhaltig wirksame Verbesserungen für Umwelt, Klima und für die Gesundheit der Anwohner müssen insbesondere in folgenden Bereichen umgesetzt werden: Natürlicher Lebensraum für die Aufrechterhaltung der Biodiversität ist zu erhalten und wiederherzustellen. Ressourcennutzung und -neubildung (z. B. Wasser, Boden) sind sicherzustellen. Klimaauswirkungen (Aufheizung und Hitzestau, Luftstrom und Düsenwirkung durch Gebäudekomplexe, Lärm- und Lichtreflexion von Gebäuden und versiegelten Flächen, Trockenheit, Feinstaubaufwirbelung durch Wind u. ä.) sind unmittelbar vor Ort in Friedrichsgmünd auszugleichen. Die Funktion einer Immissionssenke muss direkt im betroffenen Gebiet eingerichtet, dauerhaft erhalten und geschützt werden. Der Ortsteil Friedrichsgmünd muss so gestaltet und erhalten werden, dass auch zukünftig ein sicheres und attraktives Leben und Wohnen möglich ist.

4. Getrennter Rad- und Fußweg mit grüner Infrastruktur: Zu Fuß und mit dem Rad sicher unterwegs

Vom Bahnhof bis zu den Einkaufsmärkten verläuft der gemeinsame Fuß- und Radweg entlang der vielbefahrenen Straße (Bahnhofstraße, Pleinfelder Str.). Der Weg ist für Fußgänger und Radfahrer für eine gemeinsame Nutzung in beide Richtungen oft zu eng. Die laute und vielbefahrene Straße ist mit ihren Immissionen eine Belastung für die Nutzer des Rad- und Fußweges. Im Bereich von Gewerbebetrieben ist der Fuß- und Radweg oft durch Liefer- und Kundenverkehr verstellt und durch zahlreiche breite Gewerbeeinfahrten blockiert. Der Weg verläuft in Südexponierung ohne schattenspendende grüne Infrastruktur. All dies sind Gefährdungen und Belastungen für Fußgänger und Radfahrer. Eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit, Nutzungsbedingungen und Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer ist dringend notwendig. Gewerbeeinfahrten sind zu reduzieren und im Verkehrsablauf klar zu regeln, der Fuß- und Radweg muss dauerhaft frei von motorisierten Fahrzeugen bleiben. Ein ausreichend breiter getrennter Rad- und Fußweg ist einzurichten. Durch Einrichtung einer grünen, mit Gehölzen (Bäume, Hecke) bestandenen Abstandsfläche zur Straße werden Immissionen (Spritzwasser, Lärm etc.) minimiert und zugleich schattenspendende Bereiche geschaffen. Damit geht auch eine optische Aufwertung der Straßenzüge einher. Die Attraktivität zur Nutzung des Fahrrads für innerörtliche Mobilität wird dadurch deutlich erhöht.

Zusammenfassung:

Anwohner bitten um einen neuen Ansatz: Friedrichsgmünd soll zu einem lebenswerten Ortsteil mit Umweltgerechtigkeit und attraktiver Wohn- und Lebensqualität entwickelt werden. Die Anwohner der Pleinfelder Str. und der Bahnhofstraße sollen mit grünen Pufferzonen ohne Bebauung vor den Immissionen der Gewerbe- und Industriebetriebe sowie der Verkehrsinfrastruktur geschützt werden. Die herbeigeführte Ungleichheit in sozialer, wirtschaftlicher (Entwertung von Wohnanwesen durch steigende Immissionsbelastung), ökologischer und räumlicher Hinsicht ist auszuräumen. Friedrichsgmünd ist gerecht und gleichberechtigt zu allen anderen Ortsteilen zu behandeln.

Mit dem Absenden des Formulars erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer E-Mail-Adresse zum Zweck der Authentifizierung Ihrer Stimmabgabe einverstanden. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Ups, etwas ist schiefgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen Sie es erneut.

Kommentare

vor 5 Monaten
Industriegebiete und Wohn- und Erholungsräume müssen getrennt werden, in anderen Gebieten werden die Anwohner im Voraus miteinbezogen! Abstand durch Parkanlagen, Naturschutzgebiete etc. ist absolut notwendig. Die Anwohner dort kann ich gut verstehen, diesen Projektvorschlag finde ich berechtigt und vernünftig. Der Vandalismus hier ist ein typisches Beispiel dafür, wie trostlose und vernachlässigte Städteplanung zu Vandalismus animiert. Wenn nichts getan wird, wird die Gegend dort immer mehr zum Problemfall.
vor 5 Monaten
Eine sehr gute Idee! So geht eine Aufwertung des Ortes für die Bürger - und zwar nur durch eine klarerer Trennung von Gewerbe und Wohnen, auch eine klare Einschränkung von PKW-Verkehr in Wohngebieten (auch wenn es erst mal schwierig erscheint, es gibt genug gute Lösungnen die anderswo schon realisiert sind). Hier gerne mal etwas größer, weiter denken. Danke.
vor 5 Monaten
Das ist wirklich umfassend gedacht, eine klasse Projektidee! Wenn das verwirklicht wird hätte Friedrichsgmünd endlich ein schöneres Gesicht und man könnte sich hier wohl und sicher fühlen.

Mit dem Absenden des Formulars erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer Daten einverstanden.

Bei Bedarf können Sie hier die Anzeige der Abstimmung zurücksetzen. Bereits gezählte Stimmen bleiben davon unberührt.